Kurz gesagt: Beim Umstieg von Tiger 3 auf Logo Edge T-Series bleiben Ihre Daten auf Ihrem eigenen Server, aber Installation, Lizenzierung und Benutzerverwaltung folgen einem neuen Modell. Erfassen Sie zuerst Ihre bestehende Installation und arbeiten Sie dann Sicherung, Testumgebung, Datenprüfung und Pilotphase der Reihe nach ab. Planen Sie den Produktivstart in eine ruhige Phase, idealerweise zu Periodenbeginn.
Wenn Sie sich für Logo Edge T-Series (früher Logo Tiger 3) entschieden haben, lauten die eigentlichen Fragen „wann“ und „wie“. Wenn Sie noch zwischen den beiden Produktlinien wählen, lesen Sie zuerst Logo Edge T-Series oder N-Series. In diesem Beitrag machen wir aus dem, was wir als Logo-Partner in unseren Projekten sehen, einen Plan, dem Sie folgen können.
Inhalt
- Was ändert sich mit Logo Edge T-Series?
- Erfassen Sie zuerst Ihre bestehende Installation
- Umstieg von Tiger 3 auf Logo Edge T-Series: der Plan in Schritten
- Nach der Datenübernahme: was prüfen, wer gibt frei?
- 5 häufige Fehler beim Umstieg
- Checkliste für den Umstieg
- Fazit
Was ändert sich mit Logo Edge T-Series?
Logo Edge T-Series ist eine hybride ERP-Lösung, die Finanzen, Vertrieb, Lager und Beschaffung auf einer Plattform bündelt, auf Ihrem eigenen Server (On-Premises) läuft und durch Cloud-Dienste ergänzt wird.
Masken und Abläufe werden Ihnen vertraut vorkommen. Installation, Lizenzierung und Benutzer funktionieren jedoch anders, und das prägt Ihren Plan. Die folgenden Punkte stammen von Logos Produktseite und aus der Preisliste für Logo Edge T-Series Standard (auf Türkisch).
| Thema | So ist es bei Logo Edge T-Series | Auswirkung auf Ihren Plan |
|---|---|---|
| Installation und Zugriff | Installation und Zugriff auf die Produkte laufen über Logo Base; ein Agent-Dienst kommuniziert mit der Cloud-Seite. | Bereiten Sie einen Server vor, auf dem der Agent-Dienst laufen darf und ausgehende Verbindungen erlaubt sind. |
| Lizenzierung | Ein Produktschlüssel ist nicht nötig; bei der ersten Nutzung erfolgt eine einmalige Lizenzsynchronisierung. | Planen Sie den ersten Installationstag mit Internetzugang und einer berechtigten Person. |
| Benutzer | Benutzer sind namentliche Benutzer (Named User), identifiziert über eine Logo-ID. | Legen Sie vorab fest, mit welcher E-Mail-Adresse sich jede Person anmeldet. |
| Schnittstellen | Objects- und REST-Anwendungen werden nach gleichzeitigen Benutzern lizenziert. | Zählen Sie Ihre Schnittstellen als eigenen Posten und testen Sie sie. |
| Nutzungsmodell | Das Abonnement gilt ein Jahr; ohne Verlängerung endet der Zugriff. | Tragen Sie Verlängerungstermin und Verantwortliche in den Kalender ein. |
| Daten | Die Datenbank bleibt auf Ihrem Server; Web- und Mobilzugriff sind möglich. | Server, SQL Server und Sicherung bleiben in Ihrer Verantwortung. |
Der Preis richtet sich nach Benutzerzahl und Modulen; fordern Sie ein Angebot bei Ihrem Partner an.
Erfassen Sie zuerst Ihre bestehende Installation
Die meisten Überraschungen beim Umstieg kommen von einem vergessenen Bericht oder einer vor Jahren geschriebenen Schnittstelle. Halten Sie deshalb zuerst schriftlich fest, was Sie heute nutzen:
- Lizenzierte Module und aktive Benutzer (wer nutzt welches Modul und wie oft)
- Firmen, Perioden und Niederlassungen
- Eigene Berichte, Formulare und Anpassungen
- Schnittstellen: Onlineshop, Außendienst, Banken, E-Rechnungs-Anbieter und Excel-Importe
- Server, Betriebssystem und SQL-Server-Version
- Sicherungsverfahren und der letzte erfolgreiche Wiederherstellungstest
Wenn Sie ungenutzte Module und inaktive Benutzer jetzt aussortieren, wird Ihr neuer Lizenzplan klarer und der Testaufwand kleiner.
Umstieg von Tiger 3 auf Logo Edge T-Series: der Plan in Schritten
Die folgenden neun Schritte sind das Gerüst eines typischen Umstiegs in einem mittelständischen Unternehmen. Die Dauer richtet sich nach Ihrem Datenvolumen und der Zahl Ihrer Anpassungen.
- Paket und Benutzerliste festlegen. Bestimmen Sie anhand der Bestandsaufnahme Module und namentliche Benutzer und holen Sie ein Angebot bei Ihrem Partner ein.
- Server und SQL Server vorbereiten. Fordern Sie bei Ihrem Partner das aktuelle Dokument zu den Systemanforderungen an. Ist Ihre SQL-Server-Version alt, planen Sie das Upgrade als eigene Aufgabe; unser SQL-Server-Upgrade-Leitfaden beschreibt diesen Schritt.
- Vollsicherung erstellen und Wiederherstellung testen. Eine Sicherung zu haben reicht nicht; stellen Sie sie auf einem separaten Server wieder her und prüfen Sie, ob sie sich öffnen lässt.
- Testumgebung aufbauen. Installieren Sie Logo Base und den Agent-Dienst auf einem Testserver und probieren Sie dort Lizenzsynchronisierung und Anmeldung aus.
- Daten übernehmen und prüfen. Klären Sie das Übernahmeverfahren mit Ihrem Partner und prüfen Sie das Ergebnis anhand der Tabelle im nächsten Abschnitt.
- Anpassungen und Schnittstellen testen. Führen Sie eigene Berichte, Objects- oder REST-Verbindungen und den E-Beleg-Versand einzeln in der Testumgebung aus.
- Pilotbetrieb und Schulung. Lassen Sie einige Schlüsselanwender echte Vorgänge in der Testumgebung durchspielen. Planen Sie die Schulung mit Ihrem zertifizierten Partner.
- Produktivstart. Wählen Sie einen ruhigen Zeitpunkt wie den Periodenbeginn. Lassen Sie das alte System eine Zeit lang nur lesend verfügbar.
- Unterstützung für den ersten Abschluss einplanen. Probleme zeigen sich beim ersten Monatsende und Periodenabschluss; reservieren Sie dafür Unterstützung.
Wegen der gesetzlichen Pflichten in der Türkei legen Sie den Starttermin gemeinsam mit Ihrem Steuerberater fest und prüfen die aktuellen Regeln zur E-Rechnung bei der türkischen Finanzverwaltung (GİB).
Nach der Datenübernahme: was prüfen, wer gibt frei?

Eine technisch abgeschlossene Übernahme beweist noch nicht, dass die Daten stimmen. Benennen Sie für jeden Bereich eine verantwortliche Person und vergleichen Sie Alt- und Neusystem zum selben Stichtag.
| Bereich | Was wird verglichen? | Wer gibt frei? |
|---|---|---|
| Debitoren und Kreditoren | Salden und offene Posten | Buchhaltung und Finanzen |
| Lager | Mengen und Kosten je Lager | Lager und Kostenverantwortliche |
| Hauptbuch | Summen der Saldenliste und Kontensalden | Buchhaltung und Steuerberater |
| Offene Aufträge | Verkaufs- und Einkaufsaufträge, Lieferscheine | Vertrieb und Einkauf |
| E-Belege | Serien- und Nummernfolge, Testversand | Buchhaltung und IT |
| Berechtigungen | Benutzerrollen und Einschränkungen | IT und Abteilungsleitungen |
Sammeln Sie jede Abweichung in einer Liste und klären Sie ihre Ursache vor dem Produktivstart.
5 häufige Fehler beim Umstieg
- Angebot ohne Bestandsaufnahme: Eine vergessene Schnittstelle taucht erst nach dem Start auf.
- Kein Wiederherstellungstest: Im Ernstfall festzustellen, dass sich die Sicherung nicht öffnen lässt, ist das teuerste Szenario.
- Produktivstart am Monatsende: Abschlussarbeiten und Eingewöhnung fallen zusammen.
- Benutzerliste erst am letzten Tag: Wer keine Logo-ID hat, kann sich am ersten Morgen nicht anmelden.
- Kein Performancetest: Berichte, die nie mit echtem Datenvolumen liefen, können im Betrieb langsam sein. Dann hilft unsere Checkliste Logo-Datenbank langsam.
Checkliste für den Umstieg
- Liegt die Bestandsaufnahme von Modulen, Benutzern, Firmen und Schnittstellen vor?
- Ist für jede Person die E-Mail-Adresse für die Logo-ID bekannt?
- Liegt das Dokument zu den Systemanforderungen vor und sind Server und SQL Server danach vorbereitet?
- Gibt es eine Vollsicherung und wurde die Wiederherstellung getestet?
- Wurden Lizenzsynchronisierung und Anmeldung in der Testumgebung geprüft?
- Haben die Verantwortlichen Salden, Lager, Saldenliste und offene Aufträge freigegeben?
- Wurden Schnittstellen und E-Beleg-Versand getestet?
- Ist der Starttermin mit dem Steuerberater abgestimmt?
- Stehen Verlängerungstermin des Abonnements und Verantwortliche im Kalender?
Fazit
Beim Umstieg von Tiger 3 auf Logo Edge T-Series bleiben Ihre Daten auf Ihrem Server, während sich Installation, Lizenzierung und Benutzerverwaltung ändern. Beginnen Sie mit der Bestandsaufnahme, testen Sie die Sicherung, probieren Sie alles in einer Testumgebung aus, lassen Sie die Daten von den Verantwortlichen freigeben und starten Sie zu Beginn einer ruhigen Periode. Lassen Sie sich den Supportzeitraum Ihres aktuellen Produkts und die Umstiegsbedingungen von Ihrem Partner schriftlich bestätigen. ÇAP Teknoloji begleitet Ihren Umstiegsplan im Rahmen unserer ERP-Beratung und bereitet Server und Datenbank mit unserer SQL-Beratung vor; schreiben Sie uns über unsere Kontaktseite.
Häufig gestellte Fragen
Wandern unsere Daten mit Logo Edge T-Series in die Cloud?
Nein. Laut Logos Produktseite läuft Logo Edge T-Series auf Ihrem eigenen Server (On-Premises) und ist hybrid aufgebaut, ergänzt durch Cloud-Dienste. Die Datenbank bleibt auf Ihrem Server; Server und Sicherung bleiben in Ihrer Verantwortung.
Brauchen wir eine Lizenzdatei oder einen Produktschlüssel?
Laut Logo ist kein Produktschlüssel nötig. Bei der ersten Nutzung erfolgt eine einmalige Lizenzsynchronisierung, und der Lizenzstatus wird über den Agent-Dienst verfolgt. Sorgen Sie dafür, dass der Server am ersten Installationstag Internetzugang hat.
Wie werden Benutzer definiert?
Laut Logos Preisliste sind Benutzer namentliche Benutzer mit einer Logo-ID. Meldet sich derselbe Benutzer an einem anderen Rechner an, endet die erste Sitzung. Legen Sie vor dem Umstieg fest, mit welcher E-Mail-Adresse sich jede Person anmeldet.
Wann ist ein guter Zeitpunkt für den Umstieg?
Meist ein ruhiger Periodenbeginn, fern von Monatsende und Periodenabschluss. Legen Sie den Termin wegen der gesetzlichen Pflichten mit Ihrem Steuerberater fest und lassen Sie sich den Supportzeitraum Ihres aktuellen Produkts vom Partner schriftlich bestätigen.
Funktionieren unsere Objects-Schnittstellen weiter?
Gehen Sie nicht ungetestet davon aus. Führen Sie jede Schnittstelle in der Testumgebung aus und prüfen Sie das Ergebnis. Laut Logos Preisliste werden Objects- und REST-Anwendungen nach gleichzeitigen Benutzern lizenziert; lassen Sie diesen Posten separat ins Angebot aufnehmen.


